Das Reifenlexikon
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C-Reifen
C steht für "Commercial" und bezeichnet Reifen mit verstärktem Unterbau und damit höherer Tragfähigkeit
insbesondere für Transporter und Vans. Wird laut Fahrzeugschein ein "C"-Reifen vorgeschrieben, darf nur ein
solcher verwendet werden, selbst dann, wenn andere spezielle seitenwandverstärkte Reifen über den gleichen
Tragfähigkeitsindex verfügen. C-Reifen benötigen einen wesentlich höheren Luftdruck.
Dimension
Die Größe von Pkw-Reifen wird heute vom Querschnittverhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in %
beschrieben. Sie wird innerhalb der Größenbezeichnung des Reifens angegeben. Beispiel: Ein Reifen der
Dimension 195/65 R 15 besitzt eine Breite von 195 mm, die Seitenhöhe beträgt 65 % der Breite. Die Zahl 15 gibt
den Nenndurchmesser (Felge) an, gemessen in Zoll (1 Zoll=2,54 cm). R bezeichnet einen Reifen mit
Radialbauweise, die heutzutage bei Pkw's üblich ist. Bei einer Umrüstung auf eine andere Größe muss der
Abrollumfang der Räder gleich bleiben, da sonst durch das geänderte Übersetzungsverhältnis die Geschwindigkeit
vom Tacho falsch angegeben wird, elektronische Fahrhilfen (z.B. ESP) nicht korrekt arbeiten
und das Abgasverhalten des Fahrzeugs nicht optimal ist.
Herstellungsdatum
Das Herstellungsdatum eines Reifens lässt sich an der mit den Buchstaben DOT („Department of
Transportation“) beginnenden Identifizierungsnummer auf der Reifenflanke ablesen. Die entscheidenden Zahlen
der DOT-Nr. sind die letzten vier, wie z.B. die 3802. Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche an,
bei diesem Beispiel die Woche 38. Die beiden letzten Ziffern der Nr. (02) definieren das Herstellungsjahr des
Reifens, in diesem Fall das Jahr 2002. Achtung: In Deutschland sind die Buchstaben DOT auf dem Reifen, im Gegensatz
zur USA, nicht zwingend erforderlich.
Extra Load bzw. Reinforced ist eine zusätzliche Bezeichnung der Reifendimension für PKW-Reifen, die eine
erhöhte Tragfähigkeit aufweisen. Diese Reifen können bei erhöhtem Luftdruck höhere Lasten tragen und sind
darüber hinaus gegen mechanische Verletzungen wesentlich besser geschützt.
Laufrichtungsgebundenes Profil
Reifenprofile werden mittlerweile so konstruiert, dass sie in vorgeschriebener Laufrichtung abrollen sollen. Das
bewährt sich immer öfter und bringt Vorteile bei den Reifenleistungen wie z.B. der Geräuschentwicklung, den
Nässe-Eigenschaften sowie bei der Kraftübertragung auf Schnee und Eis. Laufrichtungsgebundene Profile sind
häufig V-förmig und auf der Seitenwand mit einem Pfeil gekennzeichnet.
Asymmetrisches Profil
Beim asymmetrischen Profil wurden unterschiedliche Profileigenschaften in einem Reifen vereint. An der
Außenseite weisen diese Reifen zumeist eine geschlossene Schulter auf, die zu erhöhter Blocksteifigkeit und
infolge dessen zu einer verbesserten Kurvenstabilität führt. Der offene, zur Innenschulter hin verlaufende
Profilbereich dagegen übernimmt die Aufgabe der schnellen Wasserableitung. Reifen mit asymmetrischem Profil
können beliebig auf dem Fahrzeug montiert werden, sie haben nur eine vorgeschriebene Innen- bzw. Außenseite,
die es bei der Montage auf die Felge zu beachten gilt.
Load-Index (Tragfähigkeitskennzahl)
Die Kombination von Reifen unterschiedlicher Größe, Fabrikate, Geschwindigkeitsklassen oder Neu- bzw.
Gebrauchtreifen ist gefährlich und verschlechtert das Fahrverhalten. Deshalb sollte darauf geachtet werden, nur
Reifen des gleichen Typs zu verwenden, zumindest jeweils auf den beiden Achsen. Vermeiden Sie das Mischen
von Winter- und Sommerreifen. Vergewissern Sie sich anhand des Fahrzeugscheines oder -briefes, welche
Reifen für Ihr Fahrzeug zugelassen sind.
M+S Kennung
M+S steht für Matsch und Schnee und bezeichnet ursprünglich einen Winterreifen. Sind mit M+S markierte
Reifen auf dem Fahrzeug montiert, kann die reifenspezifische Höchstgeschwindigkeit unter der
Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegen, solange ein Aufkleber mit der bauartbedingten Geschwindigkeit
des Reifens im Sichtfeld des Fahrers platziert ist.
Die Bezeichnung M+S ist jedoch mit keiner speziellen Eignung verbunden, so dass mit dem in den letzten
Jahren aufkommenden Boom an Geländefahrzeugen immer mehr Reifen auf den Markt gekommen, die keine
Wintereigenschaften besitzen, aber aus Marketinggründen eine M+S-Kennzeichnung besitzen. In Deutschland
geht man deshalb jetzt dazu über, Winterreifen mit dem so genannten "Schneeflockesymbol" zu kennzeichnen.
Für dieses Symbol muss der Reifen bestimmte Wintereigenschaften nachweisen. Damit hat der Autofahrer eine
klare Kennzeichnung für Winterreifen mit deren sicherheitsrelevanten Eigenschaften für die kalte Jahreszeit.
RFT
RFT bedeutet Run Flat-Technologie und bezeichnet Reifen mit Notlaufeigenschaften. Run Flat-Reifen bieten dem
Verbraucher einen objektiven, klar erkennbaren Nutzen: ein Plus an Sicherheit und Komfort. Die Zahl
ausgelieferter Neuwagen mit Run Flat Tyre-Technologie (RFT) wächst rapide und bietet immer mehr Impulse für
das Ersatzgeschäft. Der Run Flat Tyre-Technologie wird für die nächsten Jahre eine ähnliche Entwicklung wie
bei ABS und Airbag vorhergesagt (siehe auch Technologie).
Schneeflockensymbol
Das Schneeflockensymbol ist eine neue Kennzeichnung, die für Winterreifen steht. Im Gegensatz zur M+S-Markierung,
muss der Reifen zur Erlangung des Zeichens eine bestimmte Eigenschaft auf Schnee nachweisen. Der Verbraucher erhält
somit eine klare Orientierung bei der Wahl der richtigen Reifen für die Winterzeit. Die speziell bei Geländewagen
oftmals verwendete M+S-Markierung auf nicht wintergeeigneten Reifen hat für den Verbraucher keine Bedeutung mehr,
wenn es um die Wintereigenschaften des Reifens geht.
Speed-Index (Geschwindigkeitsindex)
Der Speed-Index ist ein Geschwindigkeits-Symbol, ein Buchstabe am Ende der Größenbezeichnung, der über
die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit des Reifens Auskunft gibt, wie z.B. 195/65 R15 91 H. Dabei gibt es
verschiedene Abstufungen der Höchstgeschwindigkeit, die nachfolgend aufgelistet sind:
- S = bis 180 km/h
- T = bis 190 km/h
- H = bis 210 km/h
- V = bis 240 km/h
- W = bis 270 km/h
- Y = bis 300 km/h
- ZR = über 240 km/h
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